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Ratten

Die Farbratten oder Albinoratten, die als Heimtiere gehalten werden, stammen von der Wanderratte (Rattus norvegicus) ab, die vor etwa 200 Jahren aus Ostasien nach Europa einwanderte. Als klassische Kulturfolger leben Wanderratten bevorzugt in und um menschliche Niederlassungen. Sie können sich an verschiedenste Lebensräume anpassen. In freier Natur werden von ihnen Gebiete in der Nähe von Gewässern bevorzugt, wo sie weit verzweigte Baue in der Erde anlegen.

Das Sozialverhalten der Ratten ist äußerst ausgeprägt Sie leben in großfamilienartigen Rudeln und ziehen die Jungtiere gemeinsam auf. Nach einer Trächtigkeitsdauer von 21 bis 23 Tagen bringen die Weibchen vier bis vierzehn nackte und blinde Junge zur Welt, die mit etwa 22 Tagen erstmals das Nest verlassen. Die Jungen vergnügen sich mit einzigartigen Balg- und Fluchtspielen, die man nur mit einem Wort beschreiben kann: Reizend! Mit einem Alter von sechs Wochen können Jungtiere und Mutter getrennt werden.

Als nachtaktive Tiere können Ratten nicht gut sehen, sie orientieren sich hauptsächlich mit Hilfe ihres hervorragenden Geruchssinnes. Ebenfalls sehr gut ausgeprägt sind Tast- und Geschmackssinn sowie das Gehör. Ratten sind gute Schwimmer und Taucher, sehr geschickte Kletterer und gehören zu den intelligentesten Heimtieren.

 

Die Haltung als Heimtier:

Wegen ihres hoch entwickelten Sozialverhaltens und ihrer natürlichen Lebensweise in Rudeln sind Ratten für die Einzelhaltung ungeeignet. Sie brauchen einander, besonders im Hinblick auf Körperpflege und gegenseitiges Wärmen, aber auch zum Spielen und zum artgerechten Umgang miteinander. Als Mensch können Sie der Ratte die Artgenossen auch dann nicht ersetzen, wenn Sie sich um die bestmögliche Betreuung bemühen.

Die Rudelmitglieder erkennen einander am Geruch, deshalb sollten entweder nur Geschwister aus einem Wurf zusammen gehalten werden oder Tiere, die mit einem Alter von höchstens acht Wochen zusammengesetzt werden. Am problemlosesten ist die Haltung von gleichgeschlechtlichen Geschwistern aus einem Wurf, beim Zusammenleben verschiedener Geschlechter sollte das Männchen bereits mit drei bis vier Monaten kastriert werden, sonst stellt sich unerwünschter Nachwuchs ein.

Ein Käfig für Ratten sollte mindestens 80 x 40 Zentimeter Seitenlänge und eine Höhe von 50 Zentimetern aufweisen. Jedes weitere Tier beansprucht zusätzlich 20 Prozent Bodenfläche. Das Käfiggitter sollte galvanisch verzinkt oder matt verchromt sein, weil Versinterungen von den Tieren abgenagt werden und Messinglegierungen oxidieren. Der Käfig gehört an einen nicht zu hellen, ruhigen, zugfreien und erschütterungsfreien Ort. Die Ratte fühlt sich bei Zimmertemperatur am wohlsten und reagiert auf Temperaturschwankungen äußerst empfindlich.

 

Die Käfigeinrichtung:

Die Inneneinrichtung der Rattenkäfige sollte wegen der Intelligenz und Bewegungsfreude dieser Tiere sorgfältig strukturiert und bewusst dreidimensional gestaltet sein. Dazu gehören vielfältige Möglichkeiten zum Klettern, etagenartige Raumaufteilung sowie Schlupfröhren oder ähnliche Strukturen, die der ausgeprägten Neugierde der Tiere entgegenkommen.

Sehr wichtig ist ein Schlafhäuschen, das unbedingt allen Tieren Platz bieten soll. Gut geeignet sind Häuschen aus Ton, die standfest sind, bei Holzhäuschen muss man damit rechnen, dass sie von den unermüdlichen Tieren angeknabbert werden. Als Nestbaumaterial bietet man Ratten am besten Heu, Stroh oder Packpapierschnitzel an. Woll- oder Bastfäden sind ungeeignet, die Tiere können sich damit verletzen.

Selbst wenn Sie Ihren Ratten einen Super-Käfig gebaut haben, müssen die Tiere jeden Tag zusätzlich mindestens ein bis zwei Stunden freien Auslauf in der Wohnung haben.

Als Futterschalen am besten geeignet sind Keramikgefäße, die so schwer sind, dass sie die Tiere nicht umwerfen können. Sie sollten leicht zu reinigen sein. Sehr wichtig ist das ständige Angebot von frischem Trinkwasser, aus hygienischen Gründen am besten über eine Tränkeflasche. Die Futter- und Tränkegefäße sollten täglich mit heißem Wasser gereinigt werden, Futterreste und augenfällige Verschmutzung müssen gleichfalls jeden Tag beseitigt werden.

Zweimal pro Woche müssen Sie den Käfig mit heißem Wasser reinigen und frische Einstreu nachfüllen. Hierfür eignet sich Packpapier, das mit einer Lage Hobelspäne und in den Kotecken mit Katzenstreu bestreut wird; Sägemehl und Torf sind nicht zu empfehlen.

 

Vorsicht beim Umgang:

Im Gegensatz zu Mäusen darf man Ratten nie am Schwanz hochheben, die empfindliche Schwanzhaut wird sonst verletzt! Wenn Sie Ihre Ratte tragen wollen, dann bilden Sie mit beiden Händen eine Höhle, in die das Tier hineinschlüpft, so dass Sie es in der Folge hochnehmen können. Bei ruhigem Umgang werden Ratten schnell zutraulich, rasche Bewegungen irritieren sie jedoch.

Die Modeerscheinung, Ratten in der Öffentlichkeit mit sich herum zu tragen ist ein absoluter Unfug. Ratten brauchen tatsächlich viel freie Bewegung außerhalb ihres Käfigs, aber das muss in einer kontrollierten Umgebung erfolgen, in der alle denkbaren Gefahrenquellen beseitigt wurden.

Ein gekrümmter Rücken, ein gesträubtes Fell sowie verminderte Neugier und Fressunlust deuten auf eine Krankheit der Ratte hin, häufig leiden die Tiere an Erkältungskrankheiten und Tumoren. Gehen Sie deshalb möglichst rasch zum Tierarzt, wenn Sie Anzeichen einer Gesundheitsstörung bemerken.

 

Ratten in Kürze:

  • Alter: zwei bis drei Jahre
  • Käfiggröße: mindestens 80 x 40 x 50
  • Dämmerungsaktive, hoch soziale Tiere
  • Für Kinder bedingt geeignet
 

Ernährung:

  • Heu: Beschäftigung und Nestbaumaterial
  • Kraftfutter: Pellets, Körnermischungen
  • Grünfutter: Löwenzahn, Gurke, Karotten, Äpfel, etc; Eiweiß: hartes Ei, milder Käse, mageres Rindsfaschiertes
  • Nagen und Beschäftigung: Nüsse, harte Brotrinden, etc.

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