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Maus

Mäuse kennt natürlich jeder, aber die wenigsten wissen, dass die ursprüngliche Heimat der nacht- und dämmerungsaktiven Hausmaus (Mus musculus) trockene Steppen und Halbwüsten Asiens sind. Mäuse gehören zur Familie der Nagetiere, ihr Gehör und ihr Geruchssinn sind gut entwickelt. In freier Wildbahn leben Mäuse in kleinen Verbänden. Die Weibchen sind sehr verträglich gegenüber Artgenossen und ziehen ihre Jungen gemeinsam auf. Die erwachsenen Männchen entwickeln dagegen ein ausgeprägtes Revierverhalten und verteidigen ihr Revier in heftigen Revierkämpfen.

Am häufigsten wurde früher die weiße Zuchtform gehalten, die so genannte Albinomaus, die durch jahrelange und sorgfältige Züchtung im Wesen erheblich sanfter und weniger scheu wurde als ihre nicht domestizierten Verwandten. Neben den weißen Mäusen gibt es auch in der Natur immer wieder Schwärzlinge und Tiere mit grauem Rücken und weißem Bauch. Diese Farbvarianten stellen die Stammformen für die Vielzahl von Farbmäusen dar, die heute von den Züchtern angeboten werden.

Mäuse werden mit einem Alter von ca. 45 Tagen geschlechtsreif. Nach einer durchschnittlichen Trächtigkeitsdauer von 21 Tagen können pro Wurf vier bis acht nackte und blinde Junge zur Welt kommen. Die jungen Mäuse öffnen mit zwölf bis 14 Tagen die Augen und sind mit einem Alter von vier Wochen selbständig.

 

Die Haltung als Heimtier:

Mäuse sind gesellige Tiere, die in Rudeln oder Sippen leben und daher für die Einzelhaltung nicht geeignet sind. Die einfachste Haltungsform ist die Gruppenhaltung von mehreren Weibchen mit einem Männchen. Wer Nachwuchs vermeiden will, wird die Paarhaltung von gleichgeschlechtlichen Tieren bevorzugen, wobei es besser ist, zwei weibliche Tiere zu nehmen. Männliche Tiere sind problematischer, sie verbreiten auch einen etwas intensiveren Geruch. Damit es später keine Aggressionen gibt, sollten Tiere, die für eine Paarhaltung vorgesehen sind, unmittelbar nachdem sie ihr Muttertier nicht mehr brauchen miteinander in ihr neues Heim gebracht werden.

Mäuse kann man mit kleinen Tricks bereits frühzeitig an den Menschen gewöhnen. Es empfiehlt sich beispielsweise die Jungtiere ab einem Alter von zwölf Tagen öfters in die Hand zu nehmen. Aber Vorsicht! Nicht umsonst nennt man diesen Lebensabschnitt bei Mäusen das Flohalter: Die Tiere machen in diesem Alter ziemlich hohe Sprünge, können leicht entwischen und sich verletzen.

 

Die Käfigeinrichtung:

Ein Käfig für zwei Tiere sollten mindestens 80 x 30 x 30 Zentimeter groß sein, für jedes weitere ausgewachsene Tier rechnet man zusätzlich 20 Prozent Bodenfläche. Der Abstand der Gitterstäbe darf nicht größer als 8 Millimeter sein, weil Jungmäuse sehr schlank sind und sonst leicht entwischen können.

Wenn Sie ein Glasterrarium verwenden, muss für ausreichende seitliche Entlüftung gesorgt sein. Sonst ergibt sich ein Wärme- und Feuchtigkeitsstau, der in Verbindung mit den hohen Ammoniakwerten aus dem abgesetzten Harn, besonders unangenehm wäre. Glasterrarien müssen darüber hinaus in jedem Fall eine Abdeckung in Gitterform haben. Aufgestellt wird der Käfig am besten an einem ruhigen Platz in Tischhöhe, der gegen Zugluft, Erschütterungen, Lärm und direkte Sonneneinstrahlung geschützt ist. Die optimale Umgebungstemperatur für Mäuse liegt zwischen 16  und 26 Grad Celsius, die Luftfeuchtigkeit soll zwischen 40  und 70 Prozent betragen.

Als Einstreu, die mindestens fünf Zentimeter tief sein muss, eignen sich Hobelspäne. Mäuse markieren ihr Territorium durch Urinspritzer, weil sie aber doch dazu neigen, ihre "Geschäfte" meist in einer bestimmten Käfigecke zu verrichten, kann man zur Geruchbindung in diesen Kotecken etwas Katzenstreu einbringen. Sägemehl und Torfmull sind wegen der Staubentwicklung als Einstreu ungeeignet.

Mäuse benötigen ein Schlafhäuschen, das allen Tieren Platz bietet und aus Gründen der Standfestigkeit aus Holz oder Ton bestehen soll. Sie können dafür beispielsweise umgedrehte Blumentöpfe mit einer ausgeschnittenen Eingangsöffnung verwenden. Als Nestbaumaterial sind Heu, Stroh oder Packpapierschnitzel bestens geeignet, bei Verwendung von Watte muss es sich um tiergerechte Hamsterwatte handeln. Geben Sie bitte keine Wollfäden oder herkömmliche Watte in den Käfig, die Tiere könnten sich damit die Beine und den Schwanz abschnüren. Zeitungspapier ist wegen der Druckerschwärze, die giftige Stoffe enthalten kann, ungeeignet.

Mäuse sind sehr lebhaft und bewegungsaktiv, sie benötigen daher in ihrem Käfig Kletter- und Schlupfmöglichkeiten aus Pappröhren, Natursteinen, Schachteln oder ausgehöhlten Ästen. Als Nagematerial zur Abnützung der Zähne brauchen sie zusätzlich Holzstücke und Äste, bevorzugt von Obstbäumen, Birke oder Haselnuss. Nadelhölzer und Nussholz sind wegen der enthaltenen Harze und Bitterstoffe nicht geeignet. Der Käfig muss mindestens einmal wöchentlich gründlich gereinigt werden, dabei müssen Sie auch die Holzgegenstände, die mit Urin markiert worden sind, mit heißem Wasser gründlich abwaschen.
Ein Problem für sich sind Laufräder, die manche Experten keineswegs als ideal ansehen. Von den Mäusen werden sie aber oft gerne angenommen. Wenn Sie Ihnen ein solches zur Verfügung stellen, muss es stabil montiert und so beschaffen sein, dass sich die Tiere nicht verletzen und speziell ihren Schwanz nicht einklemmen können.
Laufräder mit offenen Speichen sind aus Tierschutzgründen abzulehnen.
Futtergefäße sollten standfest und leicht zu reinigen sein, weil sie täglich gesäubert werden müssen. Das Wasser, das immer frisch sein muss, geben Sie den Mäusen am besten in Tränkeflaschen.

 

Vorsicht beim Umgang:

Wenn sie Ihre Maus hoch heben wollen, legen sie die Hände zu einer Art Höhle zusammen und lassen sie die Tiere hineinklettern. Scheue Mäuse kann man auch an der Schwanzwurzel mit Daumen und Zeigefinger erfassen und hochheben. Schwere oder trächtige Tiere muss man dabei an den Füßen mit der flachen Hand unterstützen. Zum Fixieren fasst man die Maus an der Genickfalte, sie verfällt dabei in eine Tragestarre und lässt kleinere Manipulationen an sich vornehmen.

Bitte beobachten sie die Tiere täglich, damit sie möglichst frühzeitig allfällige Veränderungen an ihnen wahrnehmen. Bei kleinsten Auffälligkeiten gehen sie mit der Maus sofort zum Tierarzt.
Noch ein Hinweis für alle Tierfreunde: Die manchmal angebotenen Tanzmäuse sind Qualzüchtungen. Die Tiere sind taub und weisen schwere Innenohrschädigungen und Defekte in der Hirnanhangdrüse auf, die Zwergwuchs bewirken. Die Zucht und Haltung dieser Tiere ist eine krasse Form der Tierquälerei!

 

Mäuse in Kürze:

  • Alter: bis 3 1/2 Jahre
  • Käfiggröße: mindestens 80 x 30 x 30 cm für zwei Tiere
  • Auslauf: wünschenswert, wenn er unter kontrollierten Bedingungen stattfinden kann
  • Haltung nur in der Gruppe
  • weniger gut geeignet für Kinder unter sechs Jahren
 

Ernährung:

  • Heu: Grundfutter; sollte immer zur Verfügung stehen
  • Kraftfutter: 1 Esslöffel Körner- und Samenmischung - Weizen, Gerste, Mais, Hafer, Sonnenblumen, Grassamen etc.
  • Grünfutter: Wiesenkräuter, Obst, Gemüse;
  • Eiweiß: hartes Ei,milder Käse, Speck, Mehlwürmer
  • Nagen und Beschäftigung: Nüsse, hartes Brot, Heu, Stroh, Hölzer, unbedrucktes Papier

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