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Kanarienvögel:

Wildlebende Kanariengirlitze, die auf den Kanarischen Inseln leben, waren der Ausgang der Zucht der heutigen Kanarienvögel. Sie leben dort in Schwärmen in den Wäldern. Durch ihr grünlich, grauschwarz gezeichnetes Gefieder sind sie gut an ihre Umgebung angepasst. Zu Beginn der Fortpflanzungszeit suchen die Hähne einzelne Reviere auf. Sie beginnen mit ihrem Gesang, um eine Henne anzulocken. Hat sich ein Paar gefunden, wird vom Weibchen ein Nest aus Pflanzenteilen gebaut. Der Hahn unterstützt sie dabei nicht, singt jedoch und verteidigt sein Revier. Nach 2 bis 3 Bruten schließen sich die Vögel wieder zu Schwärmen zusammen.

Die Zucht von Kanarienvögeln als Käfigtiere hat schon eine rund 500 jährige Tradition. Die klassische Farbe des gezüchteten Kanarienvogels ist "kanariengelb", daneben besteht jedoch eine Vielzahl von Farbvarianten, wie z.B. weiß, rot, braun und hellbraun.

 

Kanarienrassen:

 Heute unterscheidet man weit über 100 Rassen. Diese teilen sich auf drei große Gruppen auf:

  • Gesangskanarien werden besonders auf Reinheit und Schönheit des Gesanges gezüchtet; zum Beispiel Harzer Roller, Belgischer Wasserschläger, American Singer, Timbrados.
  • Farbkanarien werden nach besonderen Gefiederfarben gezüchtet. Neben den bekannten gelben gibt es auch weiße, rote, orange, braune, graue und andere Farbschläge in vielen Schattierungen.
  • Gestaltkanarien (Positurkanarien) werden auf Abweichungen von der ursprünglichen Körperform gezüchtet. Bestimmte Größen, Körperhaltungen und Gefiederformen - wie Locken und Häubchen - kennzeichnen diese Rassen, zum Beispiel Lizard, Pariser Trompeter.
 

Haltung als Heimtier:

Kanarienvögel leben gesellig und sind daher für die Einzelhaltung nicht geeignet. Für ein optimales Wohlbefinden und damit für eine tiergerechte Haltung ist ein Artgenosse als Sozialpartner unbedingt notwendig.
 
Der Käfig muss für ein Paar mindestens 60 x 35 x 40 cm groß sein, für jedes weitere Tier bzw. Paar muss die Grundfläche mindestens um 50 Prozent größer werden. Natürlich sind größere Käfige für diese quirligen Tiere, die den Vögeln mehr Bewegungsfreiheit und Flugmöglichkeit anbieten, zu begrüßen. Käfige sollen immer eckig sein, runde Gebilde sind gänzlich ungeeignet. Rundvolieren mit einem Durchmesser von weniger als 2 Metern sind generell verboten.
 
Als Standort für den Käfig ist ein heller, zugfreier, ruhiger Platz zu wählen. Der Käfig muss in einer Mindesthöhe von 80 cm über dem Boden aufgestellt sein. Der Käfig soll vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt aufgestellt werden. Die Rückseite des Käfigs soll geschlossen sein und so den Vögeln Geborgenheit geben.
 
Käfige sind mit mehreren Sitzstangen in unterschiedlicher Höhe und Entfernung von einander auszustatten. Auch weiche Naturäste sind stets willkommen. Der Boden soll mit Vogelsand oder Grit bedeckt sein. Dieser wird einerseits von den Vögeln aufgenommen und ist für die Verdauung notwendig, andererseits bindet der Sand den Kot.
 
Unbedingt erforderlich ist ein Badehäuschen, das etwa zwei Zentimeter hoch mit Wasser gefüllt ist. Das tägliche Bad ist für die Tiere ein großes Vergnügen und für die Pflege des Gefieders von Bedeutung. Damit das Wasser nicht ständig verschmutzt wird, soll das Badehäuschen nicht am Boden aufgestellt sein.
 
Daneben ist die Montage eines Wasserautomaten erforderlich. Futterschalen sind ebenfalls so anzubringen, dass das Futter nicht verschmutzt werden kann. Alle Vögel müssen leicht und gleichzeitig zum Futter gelangen können.
 
Zusätzlich ist es notwendig in Käfigen gehaltenen Kanarienvögeln Freiflug im Zimmer zu ermöglichen, wobei eine entsprechende Eingewöhnungszeit der Tiere zu berücksichtigen ist.
 
Die ganzjährige Haltung von Kanarien in Außenvolieren ist prinzipiell möglich, allerdings muss ein winterfestes, trockenes und zugfreies Schutzhaus vorhanden sein. Dort darf die Raumtemperatur nicht unter 5 Grad C sinken.
 
Futterreste müssen täglich entfernt werden, ebenso muss das Wasser täglich frisch gereicht werden.
 
Der Käfigboden muss zumindest einmal wöchentlich gereinigt, Sitzstangen und Äste gesäubert und der Sand erneuert werden.

 

Fütterung:

Als Hauptfutter eignen sich täglich zirka zehn bis 15 Gramm Körner und Sämereien wie zum Beispiel Kanarienmischfutter. Dieses besteht aus Sommerrübsen, Glanzsamen, Rollhafer, Negersaat, Hanfsamen und Leinsamen.

Als Grünfutter eignen sich Obst, Salat, frische Blätter und Triebe wie zum Beispiel Apfel- und Birnenstücke, Kopfsalat, Spinat, junge Blätter und Triebe von Huflattich, Vogelmiere, Wegerich oder Löwenzahn. Alles muss frisch, ungespritzt (Vorsicht bei gekauftem Salat) und gewaschen sein.

Als Ergänzungsfutter sind gekeimte Körner (Weizen, Hafer), Weichfutter aus dem Handel und eine Sepiaschale zu empfehlen.
Frisches Trinkwasser muss ständig zur Verfügung stehen.

 

Krankheiten:


Zu den häufigsten Krankheiten der Kanarienvögel zählen Erkrankungen der Atemwege und des Magen-Darm-Bereiches. Diese äußern sich durch: trübe Augen, wässerigen Ausfluss aus den Nasenlöchern, häufiges Niesen, rasselnde oder pfeifende Atemgeräusche und aufgeplustertes Gefieder. Bei derartigen Symptomen sollte der Vogel einem Tierarzt vorgestellt werden, da einige Krankheiten innerhalb kurzer Zeit zum Tode führen.

Auch Knochenbrüche können sich die Tiere hin und wieder zuziehen. Mauserschwierigkeiten und Legenot beim Weibchen kommen ebenfalls vor und sind meistens auf eine falsche Haltung (z.B. gestörter Tag- und Nachtzyklus durch Kunstlicht, ungünstiger Standort) oder Ernährung zurückzuführen.

 

Kanarien in Kürze:

  • Lebenserwartung: zehn bis zwölf Jahre
  • Haltung: Paarweise oder in Gruppen
  • Geschlechtsreife: acht bis zwölf Monate
  • Rassen und Farbschläge: über 100 Zuchtrassen bekannt
  • Käfiggröße: mindestens 60 x 35 x 40 cm

  • Futter: Körnerfutter, Grünfutter
  • Wasser: Bademöglichkeit unbedingt notwendig, frisches Trinkwasser zusätzlich

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