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Hamster

Der Goldhamster gilt zwar als das klassische Heimtier, er ist jedoch dafür nur bedingt geeignet: Er ist kein Streicheltier, ist vorwiegend nachts aktiv und besitzt nur eine kurze Lebensdauer von maximal drei Jahren.

In seiner ursprünglichen Heimat, den Steppengebieten Syriens und Südosteuropas, ist der Goldhamster (Mesocricetus aureatus) so gut wie ausgestorben, über seine Lebensweise ist dennoch viel bekannt. In freier Natur legt er tiefe, ausgedehnte Erdbauten an, die er mit pflanzlichem Material auspolstert. Hamster werden erst zu Beginn der Dämmerung aktiv, dann verlassen sie zur Nahrungssuche das Nest.
Der Goldhamster ist ein Einzelgänger, der mit Duftdrüsen sein Revier markiert. Männchen und Weibchen dulden einander nur zur Paarungszeit und das hat häufig Folgen. Bereits mit 35 bis 45 Tagen sind Goldhamster geschlechtsreif. Sie bringen bis zu acht Mal pro Jahr nach einer Tragzeit von nur 16 Tagen fünf bis neun Junge zur Welt. Während der ersten Lebenstage sollte man das Muttertier möglichst nicht stören! Es besteht die Gefahr, dass sie bei Irritationen ihre Jungen frisst. Nach vier Wochen können die Hamster-Babys von der Mutter getrennt werden.

Hamster besitzen wurzellose Schneidezähne, die ständig nachwachsen, sie müssen regelmäßig abgerieben werden. Deshalb brauchen die Tiere unbedingt Material, das sie abnagen können. Von der Natur aus sind sie mit dehnfähigen Backentaschen ausgestattet, die ihnen zum Futtertransport dienen. Im Haushalt ist aber Vorsicht geboten: Ungeeignetes Material kann die Backentaschen verstopfen!
Eine Besonderheit beim Goldhamster ist, dass er an den Seitenflanken schwarz pigmentierte Talgdrüsen besitzt, mit denen er sein Revier markiert. So wie andere Nagetiere frisst auch der Goldhamster seinen Blinddarmkot und sichert damit die Versorgung mit Vitamin B.

 

Die Haltung als Heimtier:

Weil Goldhamster Eigenbrötler sind, ist die Einzelhaltung für sie die ideale Haltungsform. Ein paar seiner Eigenheiten müssen sie dabei besonders berücksichtigen: Der Goldhamster ist ein nachtaktives Tier, das tagsüber nicht gestört werden will, und er hat einen hohen Bedarf an Bewegung.

Der Käfig sollte mindestens 60 Zentimeter Seitenlänge, 30 Zentimeter Tiefe und 40 Zentimeter Höhe aufweisen. Bewährt hat sich eine querverdrahtete Vergitterung, die dem Hamster das Klettern ermöglicht, empfehlenswert ist ein verzinktes oder verchromtes Käfiggitter. Der Käfig sollte in der Wohnung an einem ruhigen, eventuell leicht abgedunkelten Ort aufgestellt werden, der nicht direkt der Sonneneinstrahlung oder Zugluft ausgesetzt ist. Die optimale Umgebungstemperatur beträgt 18 bis 26 Grad Celsius.

 

Die Käfigeinrichtung:

Als Käfigeinstreu geeignet sind Hobelspäne unter einer Lage Heu oder Stroh, die Späne eignen sich auch gut als Nestbaumaterial. Abzuraten ist dagegen von torfmullhältiger Tiefstreu, einerseits wegen der drohenden Staubentwicklung, andererseits wegen der Gefahr der Bildung von Schimmelpilzen. Die Einstreutiefe soll mindestens fünf Zentimeter betragen, um den Tieren das Graben zu ermöglichen. Das Schlafhäuschen für den Hamster ist idealerweise aus Holz, denn Häuschen aus Kunststoff sind meist zu leicht und werden umgestoßen.

Als Material, mit dem der Hamster sein Nest baut, sollten sie ihm Heu, Stroh und Papierschnitzel geben. Wenn sie ihm Hamsterwatte spendieren, müssen sie eine aussuchen, die verdaulich ist. Ungeeignet ist Hamsterwatte aus Kunststoff, Wolle, etc.

Machen sie dem Tier die Freude einer dreidimensionalen Ausstattung des Käfigs: Pappröhren, kleine Schachteln und Rindenstücke regen den Hamster zur Beschäftigung an. Empfehlenswert sind auch Käfige mit mehreren Etagen, die über Leitern oder Kletteräste erreichbar sind. Ein Hamsterlaufrad dient der Befriedigung des ausgeprägten Bewegungsbedürfnisses der Tiere. Es muss ausreichend groß und, um Verletzungen zu vermeiden, einseitig geschlossen sein.

Den Käfig müssen sie zweimal pro Woche mit heißem Wasser reinigen und mit frischer Einstreu befüllen. Die Futterschüssel sollte täglich gesäubert werden, das Schlafhäuschen muss man regelmäßig auf verdorbene, gehamsterte Futterreste kontrollieren.

 

Vorsicht beim Umgang:

Vermeiden sie es nach Möglichkeit, den Hamster aus dem Schlaf zu reißen, darauf reagiert er zumeist aggressiv. Wenn sie ihn hoch heben, halten sie ihn bitte sehr gut fest, weil Stürze für das Tier lebensgefährlich sein können. Kontrollieren sie regelmäßig die Krallen und stutzen sie sie nötigenfalls mit einer Krallenzange. Auch die Nagezähne müssen sie immer wieder überprüfen, weil Zahnanomalien Verletzungen im Maul verursachen können und dazu führen, dass das Tier zu wenig frisst.

Neben dem Goldhamster gibt es auch andere Hamsterarten wie den Teddyhamster (langhaarige Goldhamster), den Daurischen oder Chinesischen Zwerghamster (Cricetulus barabensis), den Kurzschwanz-Zwerghamster (Phodopus), den Roborowski- Zwerghamster (Phodopus roborovskii) und den Dsungarischen Zwerghamster (Phodopus sungorus): Er ist der am häufigsten im Handel angebotene Zwerghamster.

Kurzschwanz-Zwerghamster sind geselliger als die Goldhamster, eine Paarhaltung und die Haltung von weiblichen Geschwistern aus einem Wurf ist daher möglich. Sie werden allerdings schwerer zahm als Goldhamster. Da sie aus den Steppen Zentralasiens stammen, vertragen sie Kälte besser als Goldhamster. Sie lieben Sandbäder, deshalb sollte zumindest ein Teil der Einstreu aus Sand bestehen. Zwerghamster sind tagsüber und nachts aktiv.

 

Hamster in Kürze:

  • Alter: bis 3 Jahre
  • Käfiggröße: mind. 60 x 30 x 40 cm
  • Einzelhaltung (außer bei Zwerghamstern)
  • Dämmerungs- und nachtaktiv
  • Nicht für kleinere Kinder geeignet
 

Ernährung:

  • Heu: Grundfutter sollte immer zur Verfügung stehen
  • Kraftfutter: 1 Esslöffel, z.B. Hafer, Weizen, Mais, Hirse, Grassamen, hartes Brot, Zwieback, wenig Ölsaaten oder Nüsse
  • Grünfutter: Gräser, Kräuter, Äpfel, Karotten, Gurke, Maiskolben, etc.
  • Eiweiß: etwas Topfen, Hüttenkäse, Mehlwürmer; hartes Ei
  • Nagen und Beschäftigung: Obstbaum-, Weiden-, Buchen-, Lindenzweige; hartes Brot

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