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Spulwürmer bei Katzen und Hunden

Der häufigste Spulwurm bei Katzen ist Toxocara mystax, seltener ist der Befall mit Toxascaris leonia. Bei Hunden kommt Toxocara canis vor Beide Spulwurmarten kommen weltweit vor und der Spulwurmbefall ist eine sehr häufig auftretende Endoparasitose. Die bis zu 10 cm langen erwachsenen Spulwürmer leben im Dünndarm. Der Befall bleibt zumeist klinisch unauffällig, erst bei stärkerem Befall treten unspezifische Symptome wie leichter Durchfall und Nährstoffmangel auf. T. mystax ist ein Zoonoseerreger und kann als Wanderlarve beim Menschen zu Organschäden führen.

 

Sitz:

Dünndarm, sie nehmen dort Nährstoffe aus dem vorbeifließenden Nahrungsbrei auf

 

Übertragung:

Die Wurmweibchen produzieren sehr viele Eier (bis zu 200.000 Eier pro Tag!), die mit dem Kot in die Umwelt gelangen. In den Eiern entwickeln sich nach etwa vier Wochen die infektiösen Larven.

 

Ei von Toxocara mystax – miroskopisch

Ei von Toxocara mystax – miroskopisch

 

Ei von Toxascaris leonina

Ei von Toxascaris leonina


Die Ansteckung erfolgt stets peroral und kann auf drei Wegen erfolgen:

  • über die Aufnahme mit Larven infizierter Transportwirte,
  • von der Katzen – oder Hundemutter auf ihre Welpen über die Muttermilch (nur bei T. mystax) oder
  • als Schmutzinfektion (kontaminierte Erde, Fellpflege, Kot) durch Aufnahme larvenhaltiger Eier.
 

Übertragund des Spulwurms beim Hund

Prinzipiell benötigen Spulwürmer keine Zwischenwirte. Dennoch ist die Ansteckung über Transportwirte wie Nager der häufigste Infektionsweg bei erwachsenen Katzen. Die Transportwirte infizieren sich durch Aufnahme von infektiösen Larven aus mit Kot verunreinigten Böden oder Nahrungsmitteln. Die Larven wandern im Transportwirt durch die Darmwand über den Blutkreislauf in die Muskulatur oder innere Organe, entwickeln sich in ihnen aber nicht zu adulten Würmern. Bei der Verdauung werden die Larven aus den Beutetieren freigesetzt und wandern für etwa drei Wochen in die Darmwand, um dann wieder in Darm zurückzukehren.

Bei einer Schmutzinfektion nimmt der Wirt selbst larvenhaltige Eier auf. Die Larven werden im Magen freigesetzt und durchbohren ebenfalls die Magen- oder Dünndarmwand. Über den Blutkreislauf gelangen sie in die Lunge und bohren sich dort in die luftführenden Hohlräume. Von hier aus werden sie hochgehustet und gelangen durch Abschlucken des Speichels wieder in den Dünndarm, wo sie sich zu den adulten Würmern häuten. Dieser Vorgang dauert etwa acht Wochen. Bei T. mystax und T. canis können die Larven - ähnlich in den Transportwirten - aber auch über den Blutweg von der Lunge in andere Organe (unter anderem die Milchdrüse) wandern und dort ein Ruhestadium in abgekapselten Knötchen einnehmen.

Die hormonell ausgelöste Mobilisierung ruhender Larven in der Milchdrüse zum Ende der Trächtigkeit ist die Basis des dritten Infektionsweges, welcher der häufigste bei Katzenwelpen ist. Die über die Milch ausgeschiedenen Larven gelangen in den Darm der Kätzchen und verhalten sich im weiteren wie bei der Infektion über Transportwirte.

 

spulwurm

Die Eier kontaminieren auf Böden und können bis zu 4 Jahre lang infektiös bleiben.

 

Symptome:

Es treten unspezifische Symptome wie breiiger Kot sowie infolge eines Nährstoffmangels struppiges Fell, Haarausfall, Abmagerung und Austrocknung auf. Ein massiver Befall kann bei Jungtieren auch zu Wachstumsstörungen des Skeletts mit Verformungen der Knochen und aufgetriebenen Gelenken führen.

Sehr selten kommt es zu einem Darmverschluss durch die Anhäufung von Würmern (Obturationsileus) oder zu einer Bauchfellentzündung durch die Darmwand durchbohrende Würmer. In diesen Fällen treten schwere Allgemeinstörungen auf.
Spulwurmlarven, die durch den Körper wandern, können Organe wie etwa Nieren, Leber und Lungen (Symptome: Husten, Rachitis) schädigen oder zu Sehstörungen führen, wenn sie sich in den Augen einnisten.

Besonders Welpen leiden unter einem Spulwurmbefall, gerade wenn die Infektion bereits im Mutterleib erfolgte. Nichtbehandelte Welpen zeigen einen charakteristischen aufgetriebenen Bauch ("Wurmbauch"), weisen erhebliche Wachstumsstörungen auf und können oft nicht mehr geheilt werden.

 

Diagnose und Behandlung:

Die Diagnose kann bei Würmern in Erbrochenem bereits ohne Spezialuntersuchungen gestellt werden. Relativ sicher kann ein Spulwurmbefall durch mikroskopischen Nachweis der Eier im Kot nachgewiesen werden.

Spulwürmer lassen sich durch moderne Wurmmittel einfach und effektiv entfernen. Werden diese Mittel im Rahmen einer regelmäßigen Entwurmung alle drei Monate verabreicht, können neu eingedrungene Wurmlarven rechtzeitig bekämpft werden.

 

Gefahr für Menschen:

Spulwürmer der Toxocara-Familie können den Menschen befallen und dort die schwere Toxocariasis verursachen.

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