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Magenwürmer beim Pferd (Habronema spp.)

Aussehen:

8 bis 25 mm lange, gelbliche Würmer

 

Sitz:

Erwachsene Würmer: Magen
Larven: Schleimhäute und Hautverletzungen, Auge

 

Krankheitsbild und Schadwirkung:

Nachdem die Magenwurmeier bzw. -larven mit dem Kot ins Freie gelangt sind, werden die Larven von Fliegenmaden aufgenommen. Während der Entwicklung der Made zur Fliege, reift in diesem "Zwischenwirt" die Magenwurmlarve zum ansteckungsfähigen Stadium heran. Wenn die Fliegen feuchte Körperstellen von Pferden (Lippen, Nüstern usw.) zur Nahrungsaufnahme aufsuchen, verlassen die Wurmlarven aufgrund des Feuchtigkeitsreizes die Fliegen.

 

Magenhabronematose:

Werden die Magenwurmlarven abgeschluckt, so gelangen sie in den Magen, wo sie sich zu erwachsenen Würmern entwickeln. Sie bohren sich mit ihrem Vorderende in die Magendrüsen ein und können dadurch chronische Magenentzündungen mit starker Schleimbildung, Blutungen und Magengeschwüren verursachen ("Magenhabronematose"). Nur bei sehr starkem Magenwurmbefall treten Verdauungsstörungen, Kolikerscheinungen während der Futteraufnahme sowie Abmagerung und Leistungsschwäche auf.

 

Sommerwunden im Gliedmaßenbereich

Sommerwunden im Gliedmaßenbereich

 

Magenläsionen durch Habronema spp.

Magenläsionen durch Habronema spp.

 

Hauthabronematose („Sommerwunden“):

Wenn die Fliegen Wundsekret aus Hautverletzungen aufnehmen, können die Magenwurmlarven die Fliegen ebenfalls verlassen und nisten sich dann in der Haut ein.

Obwohl sich die Larven in den Wunden nicht zu erwachsenen Würmern weiterentwickeln, überleben sie die gesamte warme Jahreszeit und verursachen stark granulierende, schlecht heilende Hautwunden ("Sommerwunden"). Die betroffenen Pferde scheuern sich, wodurch das Krankheitsbild verschlechtert wird. Hühnereigroße Wundanschwellungen sind die Folge. Bakterielle Wundinfektionen führen zu weiteren Komplikationen.

Erst mit Eintritt der kälteren Jahreszeit sterben die Magenwurmlarven ab. Die Wunden heilen dann meist spontan, jedoch unter Narbenbildung.

Am Auge können die Larven zu Bindehautentzündungen und Hornhautreizungen führen.

Gelangen Magenwurmlarven über die Nasenschleimhaut in die Lunge, verursachen sie dort die Bildung von bis zu haselnussgroßen Knötchen.

 

Entwicklungszyklus:

Entwicklungszyklus des Zwergfadenwurms

  • Die in der Magenschleimhaut sitzenden erwachsenen Weibchen legen Eier ab, aus denen zumeist noch im Pferdedarm Larven schlüpfen.
  • Diese werden im Pferdekot von Fliegenmaden aufgenommen.
  • Nach etwa 15 Tagen ist die Magenwurmlarve ansteckungsfähig. Zum gleichen Zeitpunkt hat sich aus der Made eine Fliege entwickelt. Nehmen die Fliegen am Wirtstier Nahrung auf, wandern die Larven aus dem Rüssel der Fliege aus. Über Lippen und Nüstern gelangen die Larven in den Magen, dringen in die Drüsenschleimhaut ein und entwickeln sich in etwa 2 Monaten zu geschlechtsreifen Würmern.
  • Gelangen die Larven in kleine Hautwunden, vor allem an den Gliedmaßen, am Auge oder in der Leistengegend, so verursachen sie schlecht heilende "Sommerwunden". Hier erfolgt keine Weiterentwicklung der Larven zu erwachsenen Würmern.
 

Erkennung:

Die Erkennung eines Befalls ist schwierig. Es kann der Versuch des Nachweises von Larven oder Eiern des Magenwurmes im Kot unternommen werden.

Auch schlecht heilende "Sommerwunden" bei Pferden jeden Alters können den Hinweis auf einen Befall mit Magenwurmlarven geben.

Bekämpfung der Magenhabronematose.

Die Magenwürmer sind mit geeigneten Wurmmitteln zu bekämpfen.

 

Hauthabronematose:

Nur durch den Einsatz larvizid wirkender Präparate ist eine ordnungsgemäße Wundheilung möglich. Auf die Durchführung einer fachgerechten Wundversorgung ist zu achten. Eine systematische Fliegenbekämpfung trägt zur Senkung des Infektionsrisikos bei.

 

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