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Haarlinge

Haarlinge sind eng verwandt mit den Läusen. Sie können viele Säugetiere befallen. Die entsprechenden Vertreter beim Geflügel heißen Federlinge. Auch Meerschweinchen und Pferde können von einem Haarlingsbefall betroffen sein.

Trichodectes canis ist der Fachbegriff für den Hundehaarling. Der Katzenhaarling heißt Felicola subrostratus. Haarlinge leben streng wirtsspezifisch, ein Katzenhaarling wird also keinen Hund als Wirtstier wählen.
Generell ist der Haarlingsbefall als eine selten auftretende Parasitose zu bezeichnen.

 

Haarling - stark vergrößert

Haarling - stark vergrößert

 

Aussehen, Übertragung:

Haarlinge sind mit bloßem Auge in der Tiefe des Fells von Hund und Katze erkennbar. Es sind 1 bis 1,5 mm große, flügellose Insekten. Im Gegensatz zur schmalköpfigen Laus ist der Kopf des Haarlings breit.

 

Hundehaarling

Hundehaarling (Trichodectes canis)

Es ist auch möglich, dass man im Fell die Nissen entdeckt, die stecknadelkopfgroßen Eier, die einzeln an den Haaren kleben. In der Regel werden allerdings, vor allem in den Wintermonaten, nur solche Tiere befallen, deren allgemeine Abwehrlage geschwächt ist: junge, alte, kranke und schwache Tiere.
Die Übertragung erfolgt von Tier zu Tier (also von Hund zu Hund bzw. von Katze zu Katze), selten über Zwischenträger wie Bürsten, Kämme, Schlafkörbe etc. In Abhängigkeit von Temperatur und Luftfeuchtigkeit können Haarlinge isoliert vom Wirtstier in der Umgebung überleben.

 

Katzenhaarling

Katzenhaarlinge (Felicola substratus)

 

Wie schädigen Haarlinge meinen Vierbeiner?

Haarlinge saugen kein Blut, sondern ernähren sich von Hautschuppen und von Sekreten, die bei Hautverletzungen austreten. Ihr Dasein macht Hund und Katze Probleme, weil sie durch ihr Herumkrabbeln starken Juckreiz und Unruhe hervorrufen. Auch Haarausfall mit Schuppenbildung kann beobachtet werden. Durch Kratzwunden, die sich bakteriell infizieren, kann sich eine langwierige Hautsymptomatik entwickeln.

Der Haarling kann wie auch Flöhe als Überträger von Bandwürmern (Dipylidium caninum, Gurkenkernbandwurm) in Frage kommen, wenn ein Parasit versehentlich beim Versuch den Juckreiz zu stillen vom Tier selbst zerbissen und verschluckt wird.
Tiere mit Haarlingsbefall sollten aus diesem Grund mit einem Bandwurmmittel behandelt werden.

 

Einzelner Bandwurm

Bandwurm

 

Diagnose:

Ein Haarlingsbefall lässt sich durch sorgfältiges Absuchen und den Nachweis ausgewachsener Parasiten oder deren Eier (Nissen) im Fell stellen (z. B. durch Auskämmen mit einem Flohkamm). Das ausgekämmte Material kann von uns mirkoskopisch ausgewertet werden.

 

Entwicklung und Behandlung:

Der Entwicklungszyklus der Haarlinge beträgt 2-6 Wochen und spielt sich im Haarkleid des Tieres ab. Die erwachsenen Parasiten kleben die Nissen an die Haare. Daraus entwickeln sich die Larven, die sich drei- bis fünfmal bis zu erwachsenen Haarlingen häuten.

 

Um erfolgreich alle neuschlüpfenden Larven abzutöten, sollte man eine Behandlung so lange konsequent durchführen bis der Befall nachweislich komplett abgeklungen ist.. Wichtig ist zudem, alle Hunde bzw. Katzen im Haushalt möglichst gleichzeitig zu behandeln. Wenn man langhaarige Hunde zuvor schert, ist der Wirkungsgrad am besten.

Sie haben noch Fragen oder wollen einen Termin?

 

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