Ordination ZirlBeruflicher WerdegangSpezialgebiete & LeistungenTermineKontaktWissenswertes
Spezialgebiete & Leistungen
Spezialgebiete & Leistungen
Impfungen
Pferde
Kleintiere
AKTUELLES

Tierärztlicher Bereitschaftsdienst mehr...


Blutdruck messen bei Tieren mehr...


LINKS

PetFit -Tiernahrung in höchster Qualität
Int. Kennzeichnungsdatenbank
Veterinaer-Kardiologe: Markovic
Hundeschule Jedermann

Giardien

Giardien sind einzellige Geißeltierchen (Flagellaten). Sie kommen weltweit im Darm zahlreicher Säugetiere vor. Sie stellen auch für den Menschen als Zoonoseerreger eine Gefahr dar. Beim Menschen ist G. duodenalis (syn. G. intestinalis, G. lamblia) ebenso wie bei Hund und Katze ein weit verbreiteter Darmparasit. Giardien gehören neben den Spulwürmern zu den am häufigsten vorkommenden Parasiten bei Hund und Katze. Die infektiösen Zysten werden zu Hunderttausenden mit dem Kot der Tiere ausgeschieden.

Dirofilaria repens ist in Süd- und Osteuropa heimisch. Hierzu zählen die Mittelmeerländer wie etwa Spanien, Südfrankreich, Italien und Griechenland, aber auch Portugal und die osteuropäischen Länder des Balkans sowie Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien und der Osten Österreichs.

 

Übertragung:

Die Infektion erfolgt mit infektiösen Zysten über kontaminiertes Futter, Wasser oder Schmierinfektion. Fliegen spielen eine weitere Rolle bei der Verbreitung der Erreger und der Kontamination des Futters.

Bereits 10 Zysten reichen als Infektionsdosis aus Die in die Umwelt ausgeschiedenen Zysten sind sofort infektiös. Im Darm des Wirtes löst sich die Zyste auf und entlässt zwei Protozoen, die Trophozoiten. Diese heften sich an die Mikrovilli (Zotten) der Zellen der Darmschleimhaut. Hier vermehren sie sich durch Zweiteilung.

Unter günstigen Bedingungen können sich die Giardien ausgesprochen stark vermehren. Gleichzeitig beginnt die Umbildung zur widerstandsfähigen Zyste, die dann wieder zwei Trophozoiten enthält. Die Zysten werden in großen Mengen (bis zu 10 Mio. Zysten pro Gramm Kot) über einen Zeitraum von 4 bis 5 Wochen, manchmal sogar Monate ausgeschieden. Dieser Zeitraum verlängert sich, wenn immer wieder ansteckungsfähige Zysten aus der Umwelt aufgenommen werden. Die ausgeschiedenen Zysten bleiben in kühlem Wasser (4°C) bis zu 3 Monate infektiös, in feuchten Böden bis zu 7 Wochen. Unter optimalen Bedingungen können diese mehrere Monate lebensfähig bleiben.

 

Entwicklungszyklus

Entwicklungszyklus Giardien

 

Symptome:

Die Trophozoiten heften sich mit ihrer Saugscheibe an die Dünndarmschleimhaut an. Dadurch kommt es zur mechanischen Schädigung der Darmzotten und somit zur gestörten Resorption der Nährstoffe im Darm. Während eine Giardiose bei erwachsenen Hunden und Katzen fast immer symptomlos verläuft, kann sie bei Welpen und Jungtieren mit übel riechendem, hartnäckigem, intermittierenden oder chronischem hellem Durchfall mit schleimigen, eventuell mit blutigen Beimengungen einhergehen. Meist ist der Kot sehr fetthaltig. Zum Teil erbrechen die Tiere auch. 

Als Folge der schlechten Nahrungsverwertung und der Mangelernährung tritt Gewichtsverlust und ein Kümmern der Tiere bei unverändertem Appetit ein.

 

Diagnose und Behandlung:

Mittels speziellen Anreicherungsverfahren könne Giardien in Kotproben mikroskopisch nachgewiesen werden. Die Diagnose kann ebenso mittels Antigentest gestellt werden. Da die Erreger aber nicht regelmäßig mit dem Kot ausgeschieden werden, geben einzelne negative Untersuchungen keine absolute Sicherheit. Bei Verdacht muss daher eine Untersuchung wiederholt werden.

Neben intensiven hygienischen Maßnahmen kann die Giardiose mit gegen Giardien wirksamen Medikamenten gut behandelt werden.

 

Gefahr für Menschen:

Giardien stellen bei Menschen die häufigste Quelle für parasitär bedingte Durchfallserkrankung dar. Giardien von Hunden und Katzen können auf Menschen übertragen werden.

 

Sie haben noch Fragen oder wollen einen Termin?

 

Tierambulatorium-Zirl | 6170 Zirl | Mühlgasse 2 |  | Impressum | Datenschutz | comdesign.net